Paragraph 64 StGB – 64er – §64 StGB

64 StGB – Paragraph 64 – 64er – §64 StGB

64 StGB, Paragraph 64, 64er, §64 StGB und Maßregelvollzug in Deutschland.

Einfach erklärt, bedeutet Paragraph 64 StGB Therapie statt Strafe.

Beim Paragraph 64 StGB, handelt es sich um eine Form des Maßregelvollzugs. Das Ziel des § 64 StGB ist die Resozialisierung, Rückführung und Wiedereingliederung, von Menschen mit kriminellen Hintergründen bzw. Suchtkrankheiten in die Gesellschaft. Hauptsächlich zum Tragen kommt Paragraph 64 StGB bei ebendiesen Suchtkrankheiten und die in Verbindung dazu begangenen Straftaten. Durchschnittlich dauert diese Langzeittherapie 18 Monate und ist in verschiedene Lockerungsstufen gegliedert, welche immer mehr Freiheiten mit sich bringen. Es ist also durchaus möglich, schon nach einigen Monaten wieder mehr und mehr Freiraum zu genießen, was im Knast so nicht möglich wäre. Gerade bei Straftätern mit einer mehrjährigen Haftstrafe ist § 64 sehr beliebt. Klar, lieber 18 Monate Therapie als vergleichsweise 5 Jahre Gefängnis. Wieso dies allerdings nicht immer so klappt, wie man es sich vorstellt, erfahren Sie unter anderem in „64er: Ab in die Psychiatrie“.

Nach Paragraph 64 StGB (§ 64 StGB, 64er) werden Straftäter, die wegen einer Suchtkrankheit straffällig geworden sind oder während der Tat unter Alkohol- oder Drogeneinfluss standen, in einer forensischen Klinik untergebracht, sofern eine konkrete Aussicht auf einen Behandlungserfolg besteht.

Wie lange dauert die Therapie nach Paragraph 64 StGB (§ 64 StGB, 64er)?

Im Grunde ist die Unterbringung zeitlich begrenzt (meistens 18 Monate). Nach oben hin besteht allerdings ein großer Spielraum und die Dauer von 18 Monaten ist nur ein Richtwert. Es gibt noch eine Höchstfrist und eine verlängerte Höchstfrist. Sollte der Patient sich als therapieunwillig oder -unfähig erweisen, muss er seine Reststrafe im Gefängnis verbüßen. Dabei wird die bereits abgeleistete Zeit, die der Patient in Therapie verbracht hat, bis zu zwei Drittel seiner Strafe angerechnet.