Paragraph 64 StGB Lockerungsstufen

Verschiedene Lockerungsstufen der Langzeittherapie nach Paragraph 64 StGB

Beim Paragraph 64 StGB müssen verschiedene Lockerungsstufen durchlaufen werden um entlassen zu werden. Das Durchlaufen der einzelnen Lockerungsstufen ist für einen erfolgreichen Abschluss der Langzeittherapie nach Paragraph 64 StGB notwendig. Die einzelnen Lockerungsstufen der Therapie bringen immer mehr Freiheiten mit sich. Nachfolgend ist eine Übersicht der einzelnen Lockerungsstufen, mit einer kurzen Erklärung aufgelistet.

Zugang (noch keine Lockerungsstufe)

Meistens beginnt die Therapie in einer Zugangsstation. Im Zugang sind die Freiheiten auf ein Minimum reduziert und der eigentlich Sinn darin ist die Vorbereitung auf einen geregelten Tagesablauf. Hauptsächlich geht es darum, das sich Psychologen und Ärzte ein erstes Bild von den Patienten machen können. Es werden Aufgaben und Pläne verteilt, die unbedingt eingehalten werden müssen. Besuche dürfen während der Zeit auf der Zugangsstation nur in speziellen Ausnahmefällen empfangen werden.

Der Aufenthalt im Zugang dauert mehrere Wochen. Hier findet noch keine Therapie statt. Die eigentliche Therapie beginnt erst nach Verlegung auf eine der Therapiestationen. Außerdem wird die Zeit im Zugang nicht auf die erste Lockerungsstufe angerechnet. Je schneller man die Zugangsstation verlässt, umso schneller beginnt der Countdown Richtung Freiheiten.

64StGB Lockerungsstufen
Paragraph 64 StGB. Jede Lockerungsstufe bringt mehr Freiheiten.

Lockerungsstufe 0

Die Lockerungsstufe 0 ist die erste Station der Langzeittherapie nach Paragraph 64 StGB. Ab hier beginnt der erste Teil der Therapie. Man bekommt einen Bezugstherapeuten, wird langsam an verschiedene Gruppen herangeführt, darf täglich ein paar Stunden intern arbeiten und muss verschiedenen Verpflichtungen nachgehen. Genauer gesagt muss man arbeiten, sonst hat man am Monatsende kein Geld auf seinem Patientenkonto. In Lockerungsstufe 0 wird sehr viel diagnostiziert und analysiert. Daraufhin wird ein individueller Behandlungsplan für den Patienten erstellt. In der Regel dauert die Lockerungsstufe zwischen drei bis sechs Monate. Sicherlich gibt es auch Einzelfälle, bei denen eine schnellere Stufung möglich ist. Das gilt natürlich auch umgekehrt.

Die Freiheiten in der Lockerungsstufe 0 sind auf die Station und den Hochsicherheitsbereich beschränkt. Ausgänge sind nur in Begleitung, mit Hand- & Fußfesseln möglich und Beschränken sich z.B. auf dringende Arztbesuche. Wenn man während dieser Lockerungsstufe etwas hat, dann ist es Zeit – jede Menge Zeit.

Lockerungsstufe A

Wenn man die Lockerungsstufe 0 erfolgreich absolviert hat, folgt die Lockerungsstufe A. In dieser Stufe wird es schon etwas interessanter. Ab sofort ist es möglich den Hochsicherheitsbereich erstmals ohne Hand- & Fußfesseln zu verlassen. Dies allerdings nur in Begleitung des Pflegepersonals oder mit einem Therapeuten. Die Ausgangszeit beschränkt sich auf eine Stunde und umfasst nur Ausgänge auf dem Klinikgelände. Auch Stadtausgänge können beantragt werden um z.B. einkaufen zu gehen. Aber natürlich ebenfalls nur in Begleitung.

Besuche sind auch in Lockerungsstufe A nur im gesicherten Bereich möglich. Es wird empfohlen, die Gelegenheit der Ausgänge so gut wie möglich zu nutzen. Auch diese Lockerungsstufe A dauert zwischen drei bis sechs Monate. Auch hier geht es vielleicht vereinzelt schneller oder aber langsamer.

Lockerungsstufe B

chris

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